»Positionen 2018 – Digitale Stadt«

»Positionen 2018 – Digitale Stadt«
Darmstadt – Frankfurt – Wiesbaden

Die Ausstellung »Positionen 2018 – Digitale Stadt« ist die Fortsetzung von »Darmstadt lebt. Kunst. Positionen 2015«, welche seinerzeit von Künstlern der Darmstädter Sezession, des BBK und der freien Szene mit großem Erfolg durchgeführt wurde. Bereits 2015 stand der Gedanke der Triennale im Vordergrund. Die diesjährige Ausstellung wird von Darmstadt KulturStärken e.V. veranstaltet und knüpft an die Konzeption von vor drei Jahren an, macht jedoch den thematischen Schwerpunkt der digitalen Stadt zur Vorgabe. Hiermit lehnt sich das Thema an die Verleihung des Preises ‚Digitale Stadt‘ an, den Darmstadt als Sieger eines Städte-Wettbewerbs im Juni 2017 erhalten hat. Von Malerei über Skulptur bis Video, Objekt und Installation zeigt ‚Positionen 2018 – Digitale Stadt‘ einen Querschnitt an Arbeiten, die sich mit der Digitalisierung und deren Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft auseinandersetzen. Die Ausstellung ist ein Förderprojekt des Kulturfonds Frankfurt Rhein/Main und wird durch zahlreiche weitere Partner unterstützt. Die Schirmherrschaft hat der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch übernommen.

Um die Strahlkraft des Themas Digitalisierung zu unterstreichen wird die Ausstellung neben dem Designhaus und dem Atelierhaus in Darmstadt auf verschiedene Veranstaltungsorte in Frankfurt und Wiesbaden erweitert. Konkret sind dies in Wiesbaden die BBK SCHAUstelle, der Kunstraum IG Galerien sowie die Kunsthandlung Schäfer. Der Frankfurter Ausstellungsraum EULENGASSE ist mit Mitgliedern seines Kunstvereins ebenfalls mit an Bord dieser städteübergreifenden Veranstaltung und bezieht als Dritte im Bunde Position zum Ausstellungsthema. Der Austausch der Künstler*innen unter diesen drei Städten ist Teil der Projektidee.

Unsere Gesellschaft verändert sich permanent und entwickelt sich mit rasanter Geschwindigkeit im Bereich der Digitalisierung. Die unterschiedlichen künstlerischen Positionen nehmen hierzu Bezug und reflektieren diesen Prozess aus Sicht der teilnehmenden Künstler. Allerdings liegt der Fokus der Ausstellung nicht ausschließlich auf digitalen Medien. Die gesamte Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen wird dieses gesellschaftlich relevante Thema differenziert beleuchten. Wer die Darmstädter Kunstszene kennt, weiß, dass ein breites Spektrum unterschiedlichster Positionen zu erwarten ist. Von affirmativ bis kritisch spannt sich der weite Bogen an Arbeiten die präsentiert und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

Auch im Hinblick auf die zu erwartenden technischen Veränderungen, die alle Darmstädter Bürgerinnen und Bürger bereits in diesem Jahr betreffen, wird das Thema Digitalisierung vermutlich zu einem zentralen Diskurs in der Öffentlichkeit beitragen.

Begleitet wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Rahmenprogramm, wie Führungen, Performance, Podiumsdiskussionen und Vorträge. Das Programm, Termine sowie Informationen zu den Künstlern können Sie über die Website www.positionen2018.de und die Tagespresse erfahren.

Ausstellungsorte & Termine:

Designhaus, Eugen-Bracht-Weg 6, 64287 Darmstadt
Vernissage 16.08.2018 um 19:00 Uhr / Ausstellung bis 19.09.2018
Öffnungszeiten: Freitag 16-19 Uhr, Sa.-So. 11-19 Uhr

Atelierhaus Darmstadt, Riedeselstrasse 15, 64283 Darmstadt
Vernissage 18.08.2018 um 19:00 Uhr/ Ausstellung bis 09.09.2018
Öffnungszeiten: Freitag 16-19 Uhr, Sa.-So. 11-19 Uhr

Ausstellungsraum EULENGASSE Frankfurt, Seckbacher Landstrasse 16, 60389 Frankfurt
Vernissage am 17.8.2018 um 19 Uhr / Finissage am 02.9.2018 um 15 Uhr
Öffnungszeiten: Do 17-21 Uhr · Fr 15-18 Uhr · So 15-19 Uhr

BBK SCHAUstelle Wiesbaden, Nerostraße 32, 65183 Wiesbaden
Vernissage: 31.8.2018 um 18:00 Uhr / Ausstellung 1.9. – 23.9.2018 Öffnungszeiten: Sa und So: 14.00-18.00 Uhr

Weitere Ausstellungsorte in Wiesbaden:
Kunstraum IG Galerien Wiesbaden, Faulbrunnenstr. 5, 65183 Wiesbaden
Kunsthandlung Schäfer, Faulbrunnenstr. 11, 65183 Wiesbaden
Öffnungszeiten: Di – Fr: 10:00 Uhr – 18:30 Uhr, Sa: 10:00 Uhr – 16:00 Uhr

INCORPORE 2017 @basis PROJEKTRAUM

 

INCORPORE #02
FORUM & ATELIERSALON @ basis PROJEKTRAUM
Kollaborationsplattform freier Frankfurter Künstler*innen
Vortrag · Austausch · Projektgespräche · Kooperationen von 24. bis 26.08.2017

gemeinschaftlich organisiert von
Kerstin Lichtblau (Produktions- und Ausstellungsplattform basis e.V.)
Michael Bloeck (WEST Ateliers)
Cornelia F Ch Heier (Kunst auf dem KulturBunker)
Vládmir Combre de Sena (EULENGASSE e.V.)

basis Projektraum
Elbestrasse 10
60329 Frankfurt

> www.incorpore.eulengasse.de

INCORPORE 2016 @Heussenstamm Galerie

INCORPORE #01
FORUM & ATELIERSALON @Heussenstamm Galerie
Kollaborationsplattform freier Frankfurter Künstler*innen

Von 17. bis 19.11.2016 luden Frankfurter Künstler*innen in die Heussenstamm Galerie zum gemeinschaftlichen Austausch zu fachspezifischen Themen von uns Künstler*innen und unseren Belangen ein. Ziel war es, durch die 3-tägige Veranstaltung einen partizipativen Austausch unter den Künstler*innen anzuregen und eine nachhaltige Kommunikation zu etablieren.

Die Verbindungen zu bestehenden Netzwerken sollen durch das nächste INCORPORE Forum & Ateliersalon 2017 weiter gepflegt und verstärkt werden. Wir bieten kein fertiges Programm, sondern eine Kollaborationsplattform, ein Forum, einen Salon, einen »Kongress in Flow«.

Die Mitwirkung im November 2016 übertraf unsere Erwartung!
Trotz vieler Ausstellungsveranstaltungen Frankfurter Künstler*innen während dieser drei Tage kamen jeweils 40-70 Interessierte zum Ateliersalon, die sich ins Forum aktiv eingebracht haben und damit eines unserer Ziele erreicht werden konnte. Die Vorträge, die als Impulsgeber für die Diskussionen angelegt waren, wurden als solche angenommen (Gespräche, Diskussionen, Erfahrungsaustausch). Das Themenspektrum bewegte sich von Strategien im Kunstbetrieb zur Finanzierung und zur Selbstvermarktung über Beratungsangebote bis hin zu Vorschlägen von Ausstellungen und Aktionen in der Stadt z. B. einer kommunalen Galerie, einer Kunstmesse – um als Künstler*in unabhängig vom kommerziellen Galeriebetrieb sichtbar zu sein oder zu werden.

Die Nachhaltigkeit des Projektes soll durch regelmäßige Treffen und Planungsgruppen, die im Laufe der 3 Abende entstanden sind, aufgebaut werden.

Im Jahr 2017 wird das Format fortgeführt – gerne in Kooperation mit weiteren Ateliergemeinschaften und -häusern. Die vielen Anregungen, Wünsche und Ideen die sich an den drei Abenden gesammelt haben, weisen vehement auf die Notwendigkeit eines kontinuierlichen, fachspezifischen Austauschs hin.

> www.incorpore.eulengasse.de

»Unauflöslich.
… das lässt etwas in mir anklingen«

Jahresthema 2024

In der gegenwärtigen Zeit befinden wir uns – global betrachtet – in einer Phase, in der einerseits grundlegende menschliche Werte, wie sie zum Beispiel die Charta der Vereinten Nationen formuliert, nicht verwirklicht sind und sogar von Menschen und Staaten offen abgelehnt werden. Vieles, was lange als Wahrheit galt, wird nicht mehr akzeptiert. Viele Menschen suchen angesichts der verwirrenden Pluralität nach einer klaren, Werte vermittelnden Orientierung. Daher stellt sich diese gegenwärtige Situation für viele Menschen auch als eine Epochengrenze dar, und geopolitische Ereignisse werden als Zäsur wahrgenommen. Nicht zuletzt durch einen Migrationsanteil von inzwischen rund 25 % und einen durch die sozialen Medien angetriebenen Wandel, erleben wir in Deutschland immer mehr divergierende Glaubens- und Denkmodelle. Andererseits werden diese Werte hier bei uns – die Dynamik unserer heutigen Gesellschaft widerspiegelnd – diskutiert und im Zusammenhang mit globaler Gerechtigkeit, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit sowie Toleranz in Vielfalt verhandelt, eingefordert und gelebt. Nichtsdestotrotz entstehen Konflikte und Problemstellungen – Radikalisierungen sind allenthalben festzustellen, gegen die auch wir als Künstler*innen deutlich entgegentreten.

Mit dem Titel »Unauflöslich. …das lässt etwas in mir anklingen« drücken wir einerseits ein Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber gesellschaftlichen, geopolitischen oder auch militärischen Konflikten aus, die uns immer näher kommen und die wir nicht lösen können. Andererseits verweisen wir mit der nachfolgenden Empfindungsbeschreibung auf die Relevanz der Empathie in einer Ära, die durch eine Vielzahl von Medien und eine Flut falscher Informationen geprägt ist. Das heißt,  das Wort »unauflöslich« fügt sich zugleich harmonisch in die Argumentation ein, denn in dieser Zeit ist die unauflösliche Einheit von Empathie (als Schlüsselbegriff für emotionale Intelligenz) und Vernunft entscheidend. Diese untrennbare Verbindung ist ausschlaggebend, um der Polarisierung zu entkommen, die durch konfrontative Meinungen bewirkt wird.

»… das lässt etwas in mir anklingen« – mit der noch so kleinsten Impulsenergie kann etwas in Bewegung kommen, dem wir Künstler*innen in unseren Werken behutsam nachspüren. So können mit einer balancierenden Bewegung komplexe Themen in einer ausgewogenen Perspektive betrachtet werden. Erneuerung, Reflexion über das Menschenbild, über den Stellenwert bildender, darstellender sowie angewandter Kunst in der heutigen pluralen multikulturellen Gesellschaft. Emanzipation von Macht, Gewalt, Unterdrückung. Aufbegehren gegen reaktionäre und menschenverachtende Sichtweisen. Was wiederum alles die unauflösliche Verbindung von Emotionalität und Rationalität erfordert und eine Schlüsselrolle dabei spielt, eine Gesellschaft mitzugestalten, die von Verständnis, Zusammenarbeit und Wohlergehen geprägt ist. So wollen wir versuchen, anhand von Ausstellungen und Veranstaltungen mit Mitteln der ästhetischen Artikulation die Widersprüche, Ambivalenzen und Problemstellungen zu treffen und damit Menschen berühren, Empathie erzeugen.

Entwickelt in den Projektversammlungen und Bornheimer Tafeln Okt. 2023 bis Feb. 2024. Aufgezeichnet von Harald Etzemüller, Textredaktion Vládmir Combre de Sena, Barbara Frenz, Rainer Geburzyk, Brigitte Kottwitz, Carolyn Krüger, Cornelia F. Ch. Heier

Jubiläum – 20 Jahre EULENGASSE

Jahresthema 2023

Wir jubilieren …! mit den Künstlerinnen des Kunstvereins EULENGASSE.

20 Jahre Kunstverein EULENGASSE, da wird jubiliert, es wird gesungen, geredet (oft durcheinander), es wird gratuliert und geklatscht, Erinnerungen werden ausgetauscht und Kunstwerke besungen. Es ist ein Aufgesang in die kommenden Jahrzehnte …

Jubiläum – 20 Jahre EULENGASSE

Wir jubilieren …! mit den Künstlerinnen des Kunstvereins EULENGASSE.

20 Jahre Kunstverein EULENGASSE, da wird jubiliert, es wird gesungen, geredet (oft durcheinander), es wird gratuliert und geklatscht, Erinnerungen werden ausgetauscht und Kunstwerke besungen. Es ist ein Aufgesang in die kommenden Jahrzehnte …

radio x
Frankfurter Stadtradio | FM 91.8
Sendung vom Freitag, 06.10.2023, 21:00 Uhr.
Fritz deutschlanD e.V., Moderation Cornelia F. Ch. Heier

Die Fritz deutschlanD e.V. Sendung ist eine Kooperation mit Freunden des Vereins und denen, die es werden möchten. Kooperation meint für den Fritz deutschlanD e.V., eine freie Plattform anzubieten, auf der künstlerische Projekte verschiedenster Gestalt und allgemein kulturelle Projekte umgesetzt werden können.

Lothar Schirmer – Über die Kunst, Kunst zu ködern und für künftige Generationen zu bewahren

Anlässlich des 100. Geburtstags von Joseph Beuys und der Veranstaltung »Hut ab – Kopf an!«* vom Kunstverein EULENGASSE befragte FeuilletonFrankfurt-Herausgeberin Petra Kammann Zeugen, die das Schaffen von Beuys begleitet haben. Sie sprach u.a. mit dem Kunstsammler und Kunstbuch-Verleger Lothar Schirmer über Beuys, seine Werke, seine Begegnungen, sein Büchermachen mit dem Ausnahmekünstler. Wegen der Pandemie fand das Interview am 4. Mai 2021 per Telefon statt. Nachzulesen ist es in verschriftlichter Form unter: www.feuilletonfrankfurt.de/2021/05/15/ein-interview-mit-dem-kunstsammler-und-beuys-verleger-lothar-schirmer/

* Kooperationsprojekt FeuilletonFrankfurt, FilmForumhöchst und EULENGASSE

Diese Podcastfolge wurde ermöglicht durch das Arbeitsstipendium der Hessischen Kulturstiftung im Rahmen des Förderprogramms »Hessen kulturell neu eröffnen« 2020.

Abb.: Lothar Schirmer mit einem druckfrischen Exemplar der JOSEPH BEUYS WERKÜBERSICHT in den Verlagsräumen in München, 2021. Foto: Regine Kaiser, courtesy Schirmer/Mosel.

»Nährwerte« – Jon Pahlow und Joseph Beuys

Ja-Art: Der Frankfurter Künstler Jon Pahlow hat 1987 sein Auto verkauft, um ein Multiple von Joseph Beuys zu erwerben. Pahlow gehört zu einer Generation von Künstlern, der den Zeitgeist der Kunst der »Beuys-Jahre« miterlebt hat, und der bei der »Geburt« der Freien Szene, wie wir sie heutezutage kennen, mitgewirkt hat.

Zu Ehren von 100 Jahren Beuys haben wir mit Jon Pahlow, Petra Kammann (FeuilletonFrankfurt), Harald Etzemüller und Vládmir Combre de Sena (EULENGASSE) ein inspirierendes Gespräch über Beuys Kunst, seiner Wirkung und Pahlows Beuys-Hommage »Nährwerte« geführt.

Diese Podcastfolge wurde ermöglicht durch das Arbeitsstipendium der Hessische Kulturstiftung im Rahmen des Förderprogramms »Hessen kulturell neu eröffnen« 2020.