Katharina Tebbenhoff

Katharina Tebbenhoff (*1953, Settrup) ist eine Künstlerin, deren Werk filigrane Drahtobjekte, Assemblagen und dioramaartige Installationen umfasst.

Tebbenhoffs Arbeiten wirken wie empfindliche Instrumente: Sie registrieren Erinnerungen, leisen Humor und Momente des Unbehagens und übersetzen diese in Draht, Schatten und eine Art kleinformatiges Theater. Die Formen bewegen sich dabei zwischen Natur und Erfindung – Strukturen, die eher gewachsen als gebaut erscheinen. Die Betrachtenden werden eingeladen, den Raum zu lesen wie eine Geschichte: langsam, aufmerksam und mit einem gewissen Misstrauen gegenüber einfachen Antworten.

Charakteristisch für Tebbenhoffs Bildsprache ist der Einsatz von feinem Kupfer-, Eisen- und Bronzedraht, der zu tausenden miteinander verbundenen Schlingen geformt wird. Daraus entstehen filigrane und zugleich stabile Strukturen, die häufig an natürliche Morphologien erinnern. Durch ihre teilweise Transparenz entwickeln die Objekte eine schwebende Wirkung – Formen, die eher mit der Luft um sie herum zu atmen scheinen, als den Raum schwer zu besetzen.

Guta Galli

Guta Galli ist eine interdisziplinäre Künstlerin, die mit Performance, Video, Zeichnungen, Fotografie und Film arbeitet. Der menschliche Körper ist die Grundlage und Achse ihrer Arbeit. Guta Gallis Themen sprechen von den Schnittstellen zwischen Geschlecht, Gewalt und den Auswirkungen des patriarchalischen Neoliberalismus auf den zeitgenössischen Körper, immer aus einer feministischen Perspektive.

EN
Guta Galli (BRA, São Paulo) is an interdisciplinary artist who works with performance, video, drawings, photography, and film. The human body is the basis and axis of her work. Guta Galli’s themes address the intersections between gender, violence, and the effects of patriarchal neoliberalism on the contemporary body, always from a feminist perspective.

Ivan Padovani

Die künstlerische und kuratorische Praxis des brasilianischen Künstlers Ivan Padovani umfasst Fotografie, Skulptur, Video und Installation und untersucht das Verhältnis des Individuums zu architektonischen, räumlichen und psychologischen Bedingungen der Gegenwart. Padovanis Arbeiten wurden international in institutionellen Kontexten gezeigt, u. a. im Rahmen der Architekturbiennale Venedig.

EN
The artistic and curatorial practice of Brazilian artist Ivan Padovani encompasses photography, sculpture, video, and installation, exploring the relationship between the individual and the architectural, spatial, and psychological conditions of the present. Padovani’s work has been shown internationally in institutional contexts, including at the Venice Architecture Biennale.

Poh Siew Wah

Poh Siew Wah zählt zu den bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten Singapurs, die Tradition mit zeitgenössischer Abstraktion verbinden. Seine Werke sind eine harmonische Verbindung von formaler Klarheit, geistiger Tiefe und emotionaler Resonanz – geprägt von seiner Rolle sowohl als Mentor als auch als kreativer Visionär.

Geboren 1948 in Singapur, aufgewachsen mit einem kommerziellen Künstler als Vater, lernte Poh bereits früh das Zeichnen und Malen. Er absolvierte von 1967 bis 1970 das Teachers’ Training College in Kunstpädagogik und begann unmittelbar danach eine über drei Jahrzehnte lange Tätigkeit als Kunstlehrer, u.a. am Nanyang Junior College (1983–1999).

> Poh Siew Wah @wikipedia.org

 

Ilse Dreher

geboren 1950 in Dreieichenhain | GER ist professionelle Fotografin und studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main, Deutschland, Visuelle Kommunikation.
Sie arbeitet als unabhängige Künstlerin, Fotografin, Designerin, Spieleautorin und Kuratorin in Dreieich, Deutschland.

Mitglied der Kunstinitiative Dreieich und des Kunstvereins Eulengasse Frankfurt
1982 Kulturförderpreis der Stadt Dreieich
2014 Kulturpreis der Stadt Dreieich mit Kunstinitiative

Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Erforschung der Natur als lebendiges Ganzes. In ihren Installationen, Fotografien und Objekten reflektiert sie sowohl die Schönheit als auch die Zerstörung der Natur und kombiniert fototechnische Produktionen mit verschiedenen künstlichen und natürlichen Materialien, um neue Bilder zu schaffen, in denen das ursprüngliche Motiv „aufgehoben“ wird, im Sinne von Bewahren, Negieren und Erheben auf eine höhere Ebene.

Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl)
European City Artworks Tirana (Albanien), GNAP Global Nomadic Art Projects (Deutschland (2017- 2025), Südkorea, Frankreich, Argentinien), Kunsttage Dreieich, Wunsiedler Wasserspiele, Kunstverein Bad Nauheim, nAtuRkulTur, Schwabacher Kunsttage, Kunst im Park Burg Namedy.

Seit 2005 mehrfach Kuratorin der Kunsttage Dreieich.

Inge Gutbrod

Die Künstlerin arbeitet mit dem ungewöhnlichen Werkstoff Wachs und erforscht in ihren Werken die Grenzbereiche zwischen Transparenz, Transluzenz und Opazität. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine sinnliche Ausdruckskraft aus, wobei Licht, Farbe, Material und Form eine Atmosphäre von Wärme und Leichtigkeit hervorrufen. Objekte und Leuchtkästen sowie lichtdurchflutete, poetische Installationen eröffnen den Betrachterinnen und Betrachtern eine einmalige, ephemere Raumerfahrung.

Sarah Schultz

* 1975 Berlin (West)
2022-2024
. Kontext Schule, Universität der Künste, Berlin
2017 – 2022
. Malereistudium an der Akademie für Malerei Berlin
. Meisterschülerin von Andreas Amrhein
2004-2010
. Kunst/ Philosophie und Religion (Ba/ Ma), Universität Potsdam
1999-2000
. Assistentin/ Schülerin von Wolfgang Petrick, UDK Berlin
1996-1998
. Computergrafikstudium, Cimdata, Berlin
1994-1996
. fotografische Ausbildung Foto Ladewig, Berlin

Mitglied im Kunstverein Hoher Fläming e.V und im 2chairsartspace

Vermittlungstätigkeit

Seit 2010 Lehrbeauftragung Brandenburg/ Berlin an allgemeinbindenden Schulen von Klasse 1-12 in den Fächern Kunst und Ethik (LER)
Seit 2021 Organisation von Weiterbildungen für Kunstlehrer*innen, in Kooperation mit dem Kunsthaus DAS MINSK, Hasso Plattner Foundation
Verschiedene Workshops in Institutionen und Ausstellunge

Residenz

2024 Kunstverein Schwedt, „im Wandel“ (mit Katalog)

Elvira Lantenhammer

Elvira Lantenhammer ist eine deutsche Malerin, Dozentin, Kuratorin, Künstlerin. Ihr Werk ist beeinflußt von der Farbfeldmalerei und dem amerikanischen Minimalismus.

Lantenhammer folgt ihrem ganz eigenen Weg der Farbfeldmalerei, der insbesondere von ihrer Beschäftigung mit östlicher Philosophie und dem ZEN Buddhismus geprägt ist, und untersucht, ausgehend von der Farbmaterie und der handwerklichen Anwendung, die Wirkung von Farbe. Ihre Bilder teilt sie meist in geometrische Flächen auf und baut sie aus zahlreichen fein abgestimmten oder in kühnen Komplementärkontrasten übereinander aufgetragenen Farbschichten auf. Die Farbklänge und ihr Miteinander geben die emotionalen und energetischen Qualitäten des Ortes wieder. In Bildserien kann trotz des gleichen Farbklanges durch unterschiedliche Wechselwirkungen der Farbeindruck eines Ortes stark variieren. Durch Ansetzen einer oder mehrerer weiterer Leinwände können wandfüllende Panoramen entstehen.

Ihre „Siteplans“ bilden Orte des Geistes oder der Mythologie oder konkrete Orte ab. Manche Orte hält die Künstlerin als persönliche Topografien fest, wie etwa in Siteplan Studio, das eigene Atelier.

In der 2017 in Japan entstandenen Arbeit „Kakemono – Japanese Siteplan“ beispielsweise, führte mich der direkte, konzentrierte Einsatz von leuchtenden Pigmenten auf japanischem Sho-Ji-Papier, inspiriert von der traditionellen Rollbildmalerei, zu einer neuen Qualität: „Wabi-Sabi“-Ästhetik als Farbfeldmalerei ? Reduktion auf das Wesentliche, die Klarheit der Form, der Pinselstrich parallel zum Atem, gezeichnet wie die Rechenspuren im Sand des Gartens. Das Primat der Farbe.

2020, kurz nach Ausbruch der Corona-Pandemie im März, entstand die Werkreihe „Siteplan Germany“, als direkte Reaktion auf die Situation der Künstlerin während des Lockdowns in Deutschland. Der lange  geplante 2. Arbeitsaufenthalt in Indien war abgesagt und so war nicht Gujarat, Indien das zentrale Thema sondern Deutschland.

In der jüngsten Serie „Künstler Atelier“, besuchte sie, nachdem sie bereits zwei große Werke zu ihrem eigenen Atelier gemalt hatte, Künstlerkollegen in ihren Ateliers und untersuchte die unterschiedlichen Stimmungen, Atmosphären in deren Arbeitsräumen. Die Werk-Serie „Siteplan Studio“ umfaßt die Ateliers von Elvira Bach, Heinz Butz,  Mark Harrington, Raimer Jochims , Elvira Lantenhammer, Stefan Szczesny.

Ziel ist es, ein Spannungsfeld aus sicherer Verortung versus grenzenloser Ausdehnung visuell-gestalterisch zu konfrontieren und diesen in „Siteplans“ erfahrbar zu machen.

(*) SITEPLAN  ist ein „Aktionsraster“, ein Konzept, das sich durch Offenheit auszeichnent und den Farben neue Räume erobert.