06
2026
CONSPIRACY THEORY
Sechs Video-Essays über die Konstruktion von Macht
Soloshow Vládmir Combre de Sena

CONSPIRACY THEORY
Sechs Video-Essays über die Konstruktion von Macht
Veranstaltungsort
Ausstellungsraum EULENGASSE
Seckbacher Landstraße 16, 60389 Frankfurt am Main
Organisation
Kunstverein EULENGASSE e.V.
Webseite
www.eulengasse.de
Verantwortlich
Vládmir Combre de Sena
WEITERE INFOS
Vernissage Fr. 6. FEB 2026 – 19 h
Im Zeitalter der KI bleibt die Frage bestehen: Wer kontrolliert diese Technologie, und wofür wird sie genutzt? In seiner Arbeit »Conspiracy Theory« setzt Vládmir Combre de Sena KI ein, um fiktive ›Verschwörungen‹ zu erschaffen, die Themen wie Ethnie, Geschlecht und Sexualität aufgreifen und durch provokante Zusammenhänge hinterfragen. Durch den Dialog mit der KI entstehen Zitate und Texte, die gesellschaftliche Normen entlarven und dekonstruieren sollen. Schwerpunkte der Ausstellung werden 6 Videoarbeiten, die erste Mal in Frankfurt gezeigt werden.
›Conspiracy Theory‹ ist bewusst doppeldeutig. Erstens ein ironischer Rahmen: kein Versprechen geheimer Enthüllungen, sondern der misstrauische Blick auf offene, historisch belegte Machtmechanismen. Zweitens eine methodische Provokation: Sie zwingt zur Frage, was als ›Verschwörung‹ gilt – Zufall, Absicht, System? Drittens lädt sie das Publikum zum Weiterdenken ein: Die Videos liefern Quellen, Gegenstimmen und Brüche, aber keine endgültige These. Sie eröffnen eine Suche, die die Zuschauer:innen selbst vollziehen müssen.
Die Realisierung des Projektes ›Conspiracy Theory‹ wurde durch die Förderung des Kulturamtes der Stadt Frankfurt im Rahmen des Programms Projektstipendium 2024 ermöglicht.
WEITERE TERMINE IM RAHMEN DER AUSSTELLUNG »KI als künstlerisches Werkzeug« ein Talk-Format mit Vládmir Combre de Sena und Gästen sonntags 08. / 15. / 22. FEB und 01. MÄRZ 2026 immer um 16 Uhr (Eintritt frei)
Anlässlich der Ausstellung Conspiracy Theory erscheint eine begleitende Publikation, herausgegeben vom Kunstverein EULENGASSE e.V. und publiziert im Parodos Verlag.
Der Band versammelt zwei zentrale Texte, die die Videoserie aus unterschiedlichen Perspektiven vertiefen und erweitern.
In »Ich bin alles« reflektiert Daniel Werner die künstlerische Arbeit als fragmentiertes Selbstporträt und analysiert Fragen von Identität, Autorenschaft und Vervielfältigung im digitalen Raum.
Dr. des. Julian Stalter untersucht in seinem Beitrag »Von der Beschreibung zum Kunstwerk: Prompting als Ekphrasis« den Einsatz von KI als ästhetisches Verfahren und verortet die Serie kunsttheoretisch zwischen Sprache, Bild und algorithmischer Produktion.
Die Publikation versteht sich nicht als Katalog im klassischen Sinn, sondern als eigenständiger Denkraum. Sie macht sichtbar, wie die Videoserie Conspiracy Theory aus Recherche, theoretischer Präzision und künstlerischer Steuerung hervorgegangen ist – und wie KI dabei nicht als neutrale Technologie, sondern als ideologisch geprägtes Werkzeug verhandelt wird.
Der Band erscheint parallel zur Ausstellung und ist während der Laufzeit in der EULENGASSE sowie über den Parodos Verlag (Berlin) erhältlich.
Conspiracy Theory
Über eine Videoserie zur Macht der Information
On a Video Series exploring the Power of Information
Parodos Verlag
ISBN 978-3-96824-051-0
